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ISO 19403: Beschichtungsstoffe - Benetzbarkeit

Figure 1: Die Norm ISO 19403 befasst sich mit verschiedenen Untersuchungen zur Benetzbarkeit von Beschichtungsstoffen.

Figure 1:Die Norm ISO 19403 befasst sich mit verschiedenen Untersuchungen zur Benetzbarkeit von Beschichtungsstoffen.

Die Norm ISO 19403 befasst sich mit verschiedenen Untersuchungen zur Benetzbarkeit von Beschichtungsstoffen. Sie besteht aus sieben Teilen und beschreibt verschiedene Messverfahren. Diese können zur Bestimmung der Oberflächenenergie einer festen Probe, der Oberflächen- und Grenzflächenspannung flüssiger Proben – einschließlich ihrer polaren und dispersiven Anteile – sowie der dynamischen Kontaktwinkel verwendet werden.

ISO 19403: Anwendung

Die Normenreihe ISO 19403 befasst sich mit Benetzbarkeitsuntersuchungen von Beschichtungsstoffen, wie Farben und Lacken. Sie besteht aus sieben Teilen:

  • Teil 1: Begriffe und allgemeine Grundlagen
  • Teil 2: Bestimmung der freien Oberflächenenergie fester Oberflächen durch Messung des Kontaktwinkels
  • Teil 3: Bestimmung der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten mit der Methode des hängenden Tropfens
  • Teil 4: Bestimmung des polaren und dispersen Anteils der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten aus einer Grenzflächenspannung
  • Teil 5: Bestimmung des polaren und dispersen Anteils der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten aus Kontaktwinkelmessungen auf einem Festkörper mit rein dispersem Anteil der Oberflächenenergie
  • Teil 6: Messung des dynamischen Fortschreit- und Rückzugswinkels durch Änderung des Volumens eines Tropfens
  • Teil 7: Messung der dynamischen Kontaktwinkel und des Abrollwinkels auf einem Neigetisch

ISO 19403: Experiment

Geräte

Alle Messungen werden mit einem Gerät zur Messung des Kontaktwinkels und der Tropfenkontur durchgeführt.

Die Kontaktwinkelmessgeräte der OCA-Serie von DataPhysics Instruments können zur Durchführung der in dieser Norm beschriebenen Messungen verwendet werden.

Verfahren

Das Messverfahren unterscheidet sich je nach verwendeter Methode:

  • Freie Oberflächenenergie: Tropfen von mindestens zwei verschiedenen Flüssigkeiten werden auf eine feste Oberfläche aufgebracht, um deren freie Oberflächenenergie zu bestimmen.
  • Oberflächenspannung von Flüssigkeiten: Ein Tropfen der Probenflüssigkeit wird an der Spitze einer Spritze dosiert. Die Kontur des Tropfens wird gemessen und daraus die Oberflächenspannung berechnet.
  • Polare und dispersive Anteile der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten: Es sind zwei verschiedene Messmethoden möglich – die Messung der Grenzflächenspannung und Kontaktwinkelmessungen. Bei der ersten Methode wird die Grenzflächenspannung der Flüssigkeit gegenüber einer Referenzflüssigkeit bestimmt. Dazu wird ein Tropfen der Probenflüssigkeit an der Spitze einer Nadel dosiert. Der Tropfen wird von einer bekannten Referenzflüssigkeit umgeben. Bei der zweiten Methode wird der Kontaktwinkel der Probenflüssigkeit gemessen, wenn ein Tropfen auf eine feste Oberfläche mit vollständig dispersiven SFE-Eigenschaften aufgebracht wird.
  • Dynamischer Vorlauf- und Rücklaufwinkel: Zur Messung dynamischer Kontaktwinkel, d. h. wenn der Tropfen in Bewegung ist, können zwei Messverfahren verwendet werden. Die erste ist die Nadel-im-Tropfen-Methode. Ein Tropfen wird an der Nadelspitze auf die Oberfläche aufgebracht. Das Volumen des Tropfens wird dann verändert und der Kontaktwinkel gemessen. Die zweite wird als Abrollmethode bezeichnet. Ein Tropfen wird auf eine Oberfläche aufgebracht. Die Oberfläche wird dann geneigt, bis der Tropfen abrollt, und die Kontaktwinkel werden gemessen.

Die Norm ISO 19403 ist seit 2017 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2022 aktualisiert.

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